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Facetten der Dummheit
 
 
Mi, 28.12.2016 19:44
 
Uralt ist die Vorstellung, dass der Dumme keiner Sünde fähig sei, als stünde er unter dem Schutz höherer Mächte - als lebe er jenseits von Gut und Böse. Der Dumme macht immer dieselben Dummheiten, der Intelligentere dagegen immer andere.

Der Dumme und nicht der Bandit stellt die grössere Gefahr für die Gesellschaft dar.. Die Demokratie sorgt durch Wahlen dafür, dass der Anteil der Dummen an der Macht gleich bleibt. Man behauptet, dass man heute wie früher rücksichtslos und stupide sein müsse, um sich durchzusetzen, um es im Leben etwas zu bringen. Der Intelligentere bleibt auf der Strecke. So werden praktisch alle Erfolgreichen zu Dummköpfen degradiert. Und je klassischer "die Musik", desto beschränkter das Publikum.
Es gibt zwei Grundtypen der Dummheit. Im Normalfall hat man es bei der ehrlichen schlichten Dummheit eines Menschen, mit einer etwas "langen Leitung" zu tun, der nur ein bischen dumm im Kopf ist, oder arm an Vorstellungen und Worten und sie ungeschickt anwendet.

Daneben besteht die intelligentere Dummheit darin, dass sich der Betreffende Leistungen anmaßt, die ihm aber garnicht zustehen. Diese nennt man eine sogenannte "Bildungskrankheit" eines modernen Menschen und kann im Extremfall lebensgefährliche Ausmaße annehmen.
Nur mit Humanismus und Humor, kann man vielleicht die Masken der Dummheit durchstoßen und mit den Torheiten moderner Zeiten noch am besten zurecht kommen.

Die Dummheit behandelt man nicht, man verhandelt mit ihr.
Ihr Mittelpunkt ist überall. Ihre Perzeption nirgends.
Dummheit, das sind wir - und umgekehrt. Aus diesem Kreis gibt es kein Entrinnen Wir verdummen, weil unsere Zeit keine Hochachtung mehr vor Lernen und Bildung hat . Der Dämliche ist sehr gefragt, besonders bei mondänen Veranstaltungen und Party`s. Er bringt alle in Verlegenheit In seiner positiven Variante wird er zum "Diplomat" Er redet neben dem Glas, wenn sich die andern daneben benommen haben. Er bringt die Gespräche auf andere Themen. Der Dumme vertut sich nicht im Benehmen, er vertut sich im Denken. Den Dämlichen erkennt man sofort, aber er argumentiert genauso wie man selbst.

Von dummen Autoren werden viele Bücher veröffentlicht, weil sie uns auf den ersten Blick überzeugen. Jeder große Denker, ist eines anderen Dummer. Doch den Irren erkennt man sofort,
Er ist der Dumme, der sich nicht verstellen kann. Der Dumme versucht seine "These" zu beweisen. Er hat eine schräge Logik, aber er hat eine !
Der Irre dagegen kümmert sich nicht um Logik, er operiert mit Kurzschlüssen. Man kann getrost sagen, dass wir heute mehr denn je im Reich der Dummheit leben. Im Zentrum steht eine Person mit vielen Gesichtern, ein blödsinniger Typ, ein Einfaltspinsel, der sich überall einnistet, ständig mitredet und sich verwirklichen muss. Wir müssen lernen, denen die an Dummheit scheitern, dankbar zu sein, weil sie uns helfen, unseres eigenes Tun besser zu verstehn und auch Fehler zu vermeiden. In der Mischung von Dummheit und Klugheit sehen wir einen evolutionären Vorteil - und zwar deshalb, weil die Menschen besser und erfolgreicher leben, wenn sie zur Kooperation gezwungen sind in einer Gesellschaft, die sowohl auf Wettbewerb, wie auf sozialen Ausgleich eingestellt ist.

Wenn die Klugen allzu zahlreich werden, wenn die Intelligenzbestien allein das Sagen haben, wird man auf Dauer schlechter fahren.
Was also heisst Dummheit? Nach Immanuel Kant bleibt der Ausgangspunkt die Auffassung vom Unvermögen der Menschen
selbständig und folgerichtig zu denken. Was man zum Beispiel
Dummheit nennt, ist der Mangel an Urteilskraft. Man muss schon Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.
Faulheit und Feigheit aber führen dazu, dass Menschen zeitlebens unmündig bleiben.
Dummes Denken kann ambivalent sein.In einem Fall ärgern wir uns, im anderen lachen wir darüber. Dummheit und Klugkeit werden nicht selten vorgetäuscht, um andere hinters Licht zu führen. Um ihm die wahren Absichten oder Umstände zu verbergen. Gespielte Dummheit finden wir nicht selten unter
Konkurrenten bei Rechtstreitigkeiten im Umgang mit den Nachbarn, mit dem Arbeitgeber, mit dem Fiskus oder anderen Behörden. Es braucht dazu keiner überlegenden Intelligenz, nur einer gewissen schauspielerischen Begabung und Verfrorenheit. Die Maske der Dummheit ist Bauernschläue. Hinter der Maske schlichter Biederkeit, hinter einer zur Schau gestellten Naivität, verbergen sich dann Bauernschläue, List und Tücke. Eine geistige Minderbegabung vorzutäuschen, wird bei einem Erwachsenen häufig mit Erfolg angewandt.. Aber jeder Psychologe wird eine somit gespielte Demenz sofort erkennen.

Deshalb sollte unsere Devise sein, Dummheit früh genug zu erkennen, sie zu relativieren, nicht aus ihr Kapital zu schlagen, sondern sie als etwas Unumgängliches im Zusammenleben der Menschen hinzunehmen.

Die Krankenkassen weigern sich ohnehin die Kosten
für eine "Vorsorge" zu übernehmen, weil die "Heilungsaussichten" äußerst gering sind und keine Aussicht
auf Erfolg besteht.-
 
Conrad3Onlinestatus
 
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