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Mo, 26.01.2009 15:30
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Griechenland / Stauffenberg
 
 
Mo, 26.01.2009 15:30
 
Zwei Lesetipps gibt es heute:

Der erste Text stammt von der griechischen Journalistin Valia Kaimaki (Le Monde diplomatique) und macht die Aufstände dort besser verständlich:

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2009/01/16.mondeText1.artikel,a0031.idx,6

Der zweite Text stammt vom Historiker Richard J. Evans und beschreibt die Entwicklung und die Motivationen des gescheiterten Hitler-Attentäters Stauffenberg. So wie der klerikalfaschistische Diktator Dollfuß nicht wegen seiner Ermordung durch Nazi-Putschisten zum Vorbild (oder, um im klerikalen Jargon zu bleiben: zum Märtyrer) werden kann, so wenig kann mensch sich in emanzipatorischer Absicht positiv auf Stauffenberg beziehen.

Zitat::

Sein wahres Gesicht

Vor 65 Jahren tat der Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg das Richtige. Aber es ist falsch, den strikten Anti-Demokraten heute zum Superhelden zu verklären. Anmerkungen zum Start des Films "Operation Walküre".



http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27927

Wer sich näher mit der Verwendung des Attentatsversuchs zur Stärkung des deutschen Nationalismus beschäftigen will, der/m sei dieser Reader empfohlen:
http://nevergoinghome.blogsport.de/images/FragwuerdigeTraditionslinien.pdf
Aus dem Inhalt:

Zitat::

4 Einleitung

7 Eine Frage der Ehre? Motive und Weltbild der Attentäter vom 20. Juli 1944
Es lässt sich längst belegen, dass diejenigen, die den Kopf Hitlers forderten, selbst Anhänger
nationalsozialistischer Ideen waren.

13 Vom Vaterlandsverräter zum nationalen Helden. Der Diskurs um den 20. Juli von
1945 bis heute
Das Gedenken an den 20. Juli leistet einen Beitrag zur Legitimierung deutscher Außenpolitik
sowie der Einsätze der Bundeswehr und popularisiert das Opfer für das deutsche Vaterland.

19 „Valkyrie“: Superheld in Uniform. Repräsentation des deutschen militärischen
Widerstands im Film
Valkyrie und die zahlreichen früheren Verfilmungen des 20. Juli 1944 bieten Heldenerzählungen
über Stauffenberg an, die ihn für – vermeintlich moralisch einwandfreie –
militaristische und nationalistische Diskurse anschlussfähig machen.

24 Entlastung von der Geschichte. Geschichtspolitische Umdeutung, Relativierung
und Revisionismus
Kurzer Überblick über geschichtspolitische Entlastungsdiskurse von der Schlussstrichdebatte
über die Totalitarismustheorie bis hin zur Täter-Opfer-Umkehr.

28 Opfer für das Höhere. Vaterlandsliebe, Nation und Nationalismus
Nationalismus und Patriotismus werden als dem Wesen nach gleiche Haltungen analysiert,
als Bereitschaft, das Wohlergehen der Nation auch gegen die eigenen Interessen zum höchsten Ziel zu erklären und für sie Opfer zu erbringen.


 
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Zu den Aufständen in Griechenland
 
 
Mo, 12.01.2009 14:58
 
Auch wenn das Thema bei uns schon aus den Medien verschwunden ist, gehen die Aufstände Griechenland weiter. Daher ein paar Texte zum informieren:

http://www.haaretz.com/hasen/spages/1050296.html
A road to revolution?
By Uri Gordon
28.12.2008
Zitat::

...

The corporate press has trotted out various theories to explain the cause of the unrest - frustration with a corrupt government, the global financial crisis, and discontent among Greece's youth, who face meager prospects of secure employment or welfare rights - the riots being a blind reaction to objective conditions.

But all these explanations are in fact decoys intended to silence and ignore the rebels' own declared motivations.

A declaration by the students occupying the Athens School of Economics was quite clear about how they see the issue: "The democratic regime in its peaceful facade doesn't kill an Alex every day, precisely because it kills thousands of Ahmets, Fatimas, Jorjes, Jin Tiaos and Benajirs: because it assassinates systematically, structurally and without remorse the entirety of the third world ....

"The cardinals of normality weep for the law that was violated from the bullet of the pig Korkoneas [the policeman who shot Grigoropoulos]. But who doesn't know that the force of the law is merely the force of the powerful? That it is law itself that allows for the exercise of violence on violence? The law is void from end to bitter end; it contains no meaning, no target other than the coded power of imposition."

Or, in another declaration, this one anonymous: "What do we seek? Equality. Political, economic, social. Between all people. Our possibility of convincing the servile consumers to refuse being commodities and subjects is rather limited. What can we do? Ravage and plunder the market, distribute the goods to everybody, dissolve the myths that support inequality."

These are no single-issue protests or vague grievances. This is full-blooded revolutionary anarchism.

...




Was so alles passiert, erfährt mensch am besten über Indymedia, auch wenn die Lage aufgrund des Ausmaßes des Aufstandes unübersichtlich ist. Einen strukturierteren Überblick über die verwendeten Aktionsformen und wie das alles organisiert wird, bietet ein längerer Beitrag des US-amerikansichen Organisation CrimethInc: http://www.crimethinc.com/blog/2008/12/25/how-to-organize-an-insurrection/.

Wer nur ein paar Schlaglichter lesen will, dem helfen die beiden folgenden kurzen Zusammenstellung diverser Aktionen. Die erste ist von vor Weihnachten:

http://de.indymedia.org/2008/12/237065.shtml

Zitat::

...
--Mindestens 4 Radiostationen ( “Best, En Lefko, Athina 9.84 und Republik 100.3” wurden vorruebergehend besetzt und kurze Erklaerungen zur Polizeigewalt und Solidaritaet mit den waehrend dieser Tage Festgenommmenden verlesen. Insgesamt wurden somit weit mehr als 10 Radio oder TV-Stationen landesweit kurzfristig besetzt.
...
--Umsonst U-Bahn Fahren :
Am morgen wurde an mindestens zwei U-Bahnstationen (Agios Antonios und Brahami), sowie in den vergangenen Tagen an sehr vielen Stationen, Fahrkartenautomaten funktionsunfaehig gemacht sowie Flugblaetter mit Slogans wie “Nur die Selbstorganisierung der Fahrgaeste wird den Fahrscheinkontrollen ein Ende setzen-mach mit - anarchist free transportation”

-Proletarisch einkaufen
Wie auch in den Tagen zuvor wurde am Samstag von einer grossen Gruppe ein Supermarkt gepluendert und sich das Essen angeeignet. Dabei geht eien Gruppe in den Supermarkt und schiebt dann den mit Essen vollgepackten Einkaufswagen an den Kassen vorbei ins Freie waehrend eine andere Gruppe draussen den Rueckzug sichert.
Diese Methode des “Proletarischer Einkaufs” laeuft seit einigen Monaten; seit der Ermordung von Alexis und der absolute veraenderten Gesamt-Situation jedoch fast taeglich. Die Polizei ist derzeit nicht in der Lage, dies zu unterbinden. Insofern verlaufen diese Aneignungsaktionen derzeit auch in einer ausgesprochen gemuetlichen Stimmung ohne allzu grosse Hektik.
...
-- Die Kydia TV-Station in Chania wurde aus Protest gegen die einseitige und manipulative Berichterstattung besetzt und ein ca. 15 minutiges Video zur Polizeigewalt abgespielt.

--Das Franzosische Kulturinstitut wurde am morgen in Solidaritaet mit den 9 angeklagten AnarchistInnen (siehe “Tarnac 9”) in Frankreich entglast, mit Parolen verziert und das Empfangshaus in Brand gesteckt. Es wurde u.a. gesprueht ” Flammen in Athen, Feuer in Paris, der Aufstand kommt”.
...
Gesamtsituation:
Immer noch sind 800 Schulen und 200 Universitaeten landesweit besetzt.
Die Zahl der bisher Festgenommenen bleibt unuebersichtlich. Viele der ueber 50 festgenommenden ImmigrantInnen sind wieder draussen, Schaetzungen gehen von mindestens 30 aber wahrscheinlich mehr noch im Knast einsitzenden Gefangenen aus.
Am Monatg werden in Athen viele den HaftrichterInnen vorgefuehrt. Da wird dann uber die U-Haft entschieden.
Die Bullentaktik ist mehr oder weniger immer sehr aehnlich. Es wird eine Menge Traenengas geworfen, danach werden Leute festgenommen. Die Zahl der Festnahmen ist nicht so hoch-meist auch Unorganisiserte und Einzelpersonen, die es trifft. Viele haben zudem keine Gasmasken oder nur unzureichenden Eigenschutz vor dem Traenengas. Dies ist in diesen Tagen jedoch absolut von Bedeutung, wenn mensch auf eine Demo geht. Tausende von Traengeas-Kanistern wurden bisher verschossen.
Nach Festnahmen decken sich dei Bulllen gegenseitig und belasten die Festgenommenden mit fabrizieretn Anschuldigungen (Besitz von Mollis und Steinen usw.) In einem Fall wurde ein Soldat in Zivil festgenommen und uebel vor aller Augen von den Bullen zusammengeschlagen. Sein Glueck koennte sein, dass Zeugen diese brutale Festnahme sahen.
In einem anderem Falll wird eine aeltere Frau sehr unsanft mit Traenengas besprueht (Siehe Video: http://katalipsisxolistheatrou.blogspot.com/2008/12/blog-post_19.html)
Es wird allgemein von einem Abfall der Aktivitaeten in den naechsten Tagen, v.a. ueber die Feiertage ausgegangen. Doch eins steht fest: Die Stimmung im Land ist veraendert und die anarchistische Bewegung wird gestaerkt aus der Sitauation herausgehen, waehernd eine ganze Generation von Jugendlichen in einem sehr kurzem Zeitpunkt sowohl politisiert als auch radikalisiert wurde. Und fast alle hassen die Bullen. “Batsi, Ghurunia, Dolofoni” scheint zur neuen Hymne zu werden. Bei vielen Protestaktionen wurde die Abklehnung der Polizei auch in der “Normalbevoelkerung” mehr als ueberdeutlich.
...




Ein Update von gestern, dem 11. Jänner. Die Behörden scheinen nun noch brutaler vorzugehen, nachdem am 4. oder 5. Jänner ein Polizist angeschossen worden war.
http://de.indymedia.org/2009/01/239052.shtml

Zitat::


Über 100 vorläufige Festnahmen am 9.10. in Athen,
Demonstrationen in vielen Städten,
Syndikalistin auf einem Auge blind,
Gewerkschaftszentrale in Ioánnina besetzt,
am 17.01. landesweite Demo in Lárissa für die Freilassung aller Gefangenen.

Am Bildungsaktionstag, dem 9.1. wurden auf der Großdemonstration in Athen über 100 Personen vorläufig festgenommen. Unter ihnen auch 16 AnwältInnen, die sich um die Festgenommenen kümmern wollten. Auffällig war das extrem brutale Vorgehen der Polizeitruppen. z.B. wurde ein Demonstrant der schon verletzt und mit Kopfverband aus einem Krankenhaus kam, noch im Eingangsbereich erneut zusammengeschlagen. Auch Kamerateams wurden von MAT-Einheiten angegriffen.
Demonstrationen fanden außer in Athen noch in Thessaloníki (wo es ebenfalls zu Auseinandersetzungen kam), Pátras, Ioánnina, Vólos, Chaniá, Lárissa u.a. Städten statt.

...

In Vollversammlungen wurde an ersten Universitätsfakultäten und Schulen die Wiederaufnahme (und die Weiterführung) der Besetzungen beschlossen. An anderen Fakultäten - vor allem mit Mehrheiten von konservativen Studentenverbänden oder starken KP-Fraktionen - stimmte die Mehrheit der Studierenden für Unterricht. Wie sich die Lage entwickeln wird ist momentan noch nicht einschätzbar. In der nächsten Woche werden weitere Vollversammlungen stattfinden.

...




Ein Beispiel für das Selbstverständnis einzelner beteiligter Gruppen:
http://de.indymedia.org/2008/12/237414.shtml vom 26. 12. 2008

Zitat::

Ein Aufruf aus Griechenland zur internationalen Solidarität

Eine Bande an Politikern und Jornalisten schwärmen herum und versuchen sich unsere Bewegung zu nutze zu machen und ihr ihre eigne Rationalität aufzudrängen. Sie sagen, dass wir rebellieren, weil unsere Regierung korrupt ist oder weil wir mehr Geld und mehr Arbeit von ihr bekommen wollen. Falsch.
Wenn wir Banken zerstören, dann darum, weil wir in ihrem Geld einen Hauptgrund unserer Traurigkeit erkennen. Wenn wir die Schaufenster der Läden zertrümmern, ist es nicht weil das Leben teuer ist, sondern weil uns die Güter selbst am Leben hindern, unabhängig von ihrem Preis.
Wenn wir die polizeilichen Formationen angreifen, dann nicht nur um unseren toten Kameraden zu rächen, sondern weil sie zwischen der Welt und der Welt, wie wir sie uns wünschen, immer ein Hindernis sein werden.

...


 
Editiert von djfamc am Mo, 12.01.2009 15:01
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Rechtsruck?
 
 
So, 11.01.2009 17:35
 
Bei der Nationalratswahl 2008 wurde oft von einem Rechtsruck gesprochen. Heinz Steinert meint, der sei bereits vor 22 Jahren eingetreten, und liefert nebenbei eine sehr lesenswerte Analyse österreichischer Politik:

http://links-netz.de/K_texte/K_steinert_rechtsruck.html

Zitat::

...
Gesellschaftlich hat die Diagnose „Rechtsruck“ wenig Sinn: Mit den Leuten, die Haider und Strache gewählt haben, hat man auch schon vor diesem Sonntag gelebt, ausländerfeindlich und wohlstands-chauvinistisch waren sie auch vor dem Wahltag (das ist wie mit dem Geburtstag, an dem man auch nicht schlagartig älter wird) – und man kann nach wie vor annehmen, dass die Fraktion der Neo-Nazis (die Alt-Nazis sind allmählich doch fast ausgestorben) unter diesen Wählern klein ist und dass sie auch nicht größer geworden ist, dass der Zuwachs vielmehr aus anderem Rechtsradikalismus stammt (hauptsächlich Ausländerfeindschaft, die aber von allen Parteien außer den Grünen befördert wird). Das entspricht der qualitativen Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Selbst- und Fremd-Zuordnungen seit den 1980ern: Sie verschieben sich von „oben – unten“ zu „drinnen – draußen“, von Kategorien der Position in der gesellschaftlichen Arbeit zu kulturellen bis biologischen Merkmalen, von Interessen- zu Identitätspolitik.

Um das Wahlergebnis und seine Interpretation als „Rechtsruck“ richtig einzuordnen, ist eine elementare Unterscheidung notwendig: 1/ Was ist in der herrschenden und speziell der politischen Klasse geschehen? Und 2/ wie verhalten sich die Wähler dazu?
...


 
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You Are Being Lied to About Pirates
 
 
So, 11.01.2009 00:27
 
Zitat::

Johann Hari
Columnist, London Independent
Posted January 4, 2009

You Are Being Lied to About Pirates

Who imagined that in 2009, the world's governments would be declaring a new War on Pirates? As you read this, the British Royal Navy - backed by the ships of more than two dozen nations, from the US to China - is sailing into Somalian waters to take on men we still picture as parrot-on-the-shoulder pantomime villains. They will soon be fighting Somalian ships and even chasing the pirates onto land, into one of the most broken countries on earth. But behind the arrr-me-hearties oddness of this tale, there is an untold scandal. The people our governments are labeling as "one of the great menace of our times" have an extraordinary story to tell -- and some justice on their side.




Weiter auf http://www.huffingtonpost.com/johann-hari/you-are-being-lied-to-abo_b_155147.html

 
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Zwei Leseempfehlungen
 
 
Di, 10.06.2008 23:24
 
Diesmal kurze Texte:

Nr. 1

Nils Simon hat eine aktuelle Studie über die Verbindungen zwischen konservativen Think Tanks und umweltskeptischen, d.h. Umweltprobleme leugnenden oder verharmlosenden Büchern entdeckt. Der Abstract lautet:

Zitat::

Environmental scepticism denies the seriousness of environmental problems, and self-professed 'sceptics' claim to be unbiased analysts combating 'junk science'. This study quantitatively analyses 141 English-language environmentally sceptical books published between 1972 and 2005. We find that over 92 per cent of these books, most published in the US since 1992, are linked to conservative think tanks (CTTs). Further, we analyse CTTs involved with environmental issues and find that 90 per cent of them espouse environmental scepticism. We conclude that scepticism is a tactic of an elite-driven counter-movement designed to combat environmentalism, and that the successful use of this tactic has contributed to the weakening of US commitment to environmental protection.




Nils hat schon früher das Phänomen Umweltskeptizismus meiner Meinung nach zutreffend beschrieben. Der Analyse fehlt zwar noch etwas Tiefgang und auch die Ähnlichkeiten zu verwandten Bewegungen wie AIDS-Leugnern und Kreationisten wird nicht angesprochen, aber das kommt teilweise in anderen seiner Blogeinträge vor.


Nr. 2

Ein Text bei haGalil beschreibt einen Ursache, warum in Deutschland die staatliche Bekämpfung des Rechtsextremismus so problematisch verläuft: Wo Linke und Nazis gleichgesetzt werden. Die staatliche Ideologie ist in Österreich ähnlich. Zusammen mit den hierzulande üblichen Unappetitlichkeiten (wie z. B. den engen Verbindungen von Teilen der Sicherheitsbehörden zum Rechtsextremismus) führt das dazu, was der Klappentext eines empfehlenswerten Buches beschreibt:

Zitat::

Seit Dezember 1993 versuchte eine "Bajuwarische Befreiungsarmee" (BBA) mit 25 Brief- und drei Rohrbomben ein "rassenreines" Österreich herbeizubomben. Die rechte "Freiheitliche Partei" Jörg Haiders entfachte parallel zu den Aktionen der BBA eine beispiellose Desinformationskampagne, deren zentrale Thesen sich Polizei, Justiz und Medien zunehmend zu eigen machten. Der Versuch, vom eigenen ideologischen Gleichklang mit den völkischen Thesen der BBA abzulenken, mündete schließlich in einer Kriminalisierung von AntifaschistInnen. Die AutorInnen zeigen auf, wie der rechtsextreme Terror als Katalysator für einen markanten Rechtsruck der österreichischen Gesellschaft diente.



Wolfgang Purtscheller u. a.: Delikt: Antifaschismus. Briefbombenterror in Österreich und Kriminalisierungskampagnen von rechts. Elefanten Press, Berlin 1998, ISBN 3-88520-680-3

 
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