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Die geheimen Tagebücher des Jürgen O. Spitzer, einem Mitarbeiter des größten alternativen Telekombetreiber Österreichs
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Mo, 31.01.2005 10:09
Di, 21.04.2009 10:04
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J_O_SpitzerOnlinestatus
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Kapitel 34 - "Burn Out" vs. "Cloud No. 9"
 
 
Di, 21.04.2009 10:04
 
das leben war noch nie ein hit für unseren j.o. - trotz seiner beliederung.
 
J_O_SpitzerOnlinestatus
 
Kapitel 33 - Die Weihnachtsfeier
 
 
Fr, 16.12.2005 21:01
 
"Schon wieder diese unnötige weihnachtsfeier", dachte j.o. an jenem 15. des dezembers im 05er jahr; erst seit kurzem in der neuen firma (die alternative telekom anbieter hatte er einfach aufgrund seines besch. chefs verlassen und hatte sich dieser neuen herausforderung gestellt); so war's nun an der zeit in den ersten bezirk zu fahren; da die zeitung von neuen alkomaten der polizei berichteten, verzichtete er auf sein auto und fuhr vollkommen gelangweilt und komplett unmotiviert mit der ubahn los.

dann musste er auch noch mit seinem chef auf druck 2 pünscher runterstoßen; danach in diese ausstellung zu der er anfangs keine wirkliche beziehung hatte, doch der junge "führer" hatte das thema so interessant dargestellt, dass er am schluss ganz zufrieden mit seiner situation war.

nach diesem kulturellen höhepunkt sollte der der gaumenfreuden folgen; aber zu welcher gruppe sollte er sich setzen: zu dem franz. chef, der die ganze zeit nur englisch labbert, oder zu alibaba (wie er ihn nannte), der ihm die ganze zeit versucht, seinen einzigen lichtblick abspenstig zu machen - orak, seine neue kollegin, die seit ende des sommers angeblich seine abteilung unterstützen sollte - das einzige, was sie unterstützte, war das ziel seiner späßchen zu sein, über die alle immer lachen mussten - oder sollte er die beiden jungen kollegen beehren, die deutlich jünger und agiler als er selbst immer ordentlich gas gaben???

also, er entschied sich für die angenehmste version und buhlte um die beiden liebsten kolleginnen (wobei er um orak ganz schön alibaba bekämpfen musste!).

so dann rasch die getränke und das nicht besonders gute essen runter und dann heim, oder???

he, die stimmung war deutlich besser als er erwartet hatte, die girls waren lsutig, mit alibaba tauschte er witzige smsen aus (er war ein könig im tippen; seine freunden nenne ihn ja auch j.o. mit den flinken fingern), die zeit verflog im nu, die getränke flossen (der weisse war ganz in ordnung und das obwohl der vom occ aus österreich ausgesucht wurde).

dann waren nur noch wenige übrig. und diese übrigen wurden vom occ noch auf eine wurst eingeladen. und dann ab nach hause; da j.o. seiner kollegin orak versprochen hatte, sie zu ihrem auto ins büro zu bringen, blieb ihm nichts anderes über als sich ein taxi zu teilen...

heh, die haut sich einfach an ihn ran, da war er ganz schön platt unser j.o. das hätte er nie und nimmer erwartet: so saß er also mit der dame seines herzens im taxi, eng umschlungen, quatschte leicht illuminiert (ein damenspitzerl - sozusagen) über den sinn des lebens und wusste nicht wie ihm geschieht... und dann nahm orak noch seine finger und saugte dran. "hard days night" summte unser beliederter freund. und hart war wirklich einiges an j.o.

beim büro angekommen gingen die beiden eng umschlungen zum auto in der garage. rasch hinein, angurten und ab die post...

doch...

nichts passierte, orak startete den wagen nicht und j.o. saß wie ein trottel angeschnallt im auto und wusste nicht, was jetzt passierte. er war schon solange nicht mit einer beinahen fremden frau alleine in einem auto... er war komplett verunsichert, das herz klopfte wie wild... sch... weg...

und dann beugt sich orak einfach wie ganz selbstverständlich zum ihn hinüber und begann mit ihren warmen lippen sich um ihn zu kümmern. und er konnte nur oral erwidern. und da war sie wieder, die latte...

ihm wurde immer heisser. was sollte er tun? was wollte sie tun? der kopf surrte, das herz raste in seiner hose.

und immer wieder die verlegenheits scherze dazwischen. bah, er wusste nicht, was er tun sollte. war das richtig? er wusste es nicht. er genoss lediglich die warmen lippen und die situation.

aber jetzt musster er aber wirklich nach hause...

sie fuhr und er redete - immer und immer wieder - aus unsicherheit???

so endlich zu hause; doch sie ließ ihn nicht aussteigen sondern fuhr einfach weiter und parkte das auto in einer einfahrt ein. er wusste schon, was noch kommen sollte... und wieder die warmen lippen und das gesicht ganz nah an dem seinen...

panik!

jetzt musste er aber wirklich weg, bevor ein unglück passiert, schrie es in seinem hirn. und so evrabschiedete er sich unter dem vorwand müde zu sein und stieg einfach aus.

komplett verwirrt, aber auch irgendwie glücklich, aber auch freudig erregt.

wie würde das wohl morgen im büro sein???
 
Editiert von J_O_Spitzer am Fr, 16.12.2005 21:35
J_O_SpitzerOnlinestatus
 
Kapitel 32 - Die Sparvereinsauszahlung -
 
 
Mi, 13.04.2005 08:43
 
oder die deppensteuer.

Irgendjemand hatte j.o. einen floh ins ohr gesetzt, er müsse sich ein drittes standbein (quasi als pensionsvorsorge) suchen. da böte sich der sparverein beim wirt'n ums eck - gasthaus wickerl an. brav zahlte er wöchentlich etwas von seinem beim übernommenen alternativen hart verdienten salär ein.
besonders gern steckte er die münzen in den schlitz und schob mit dem, an einem adretten ketterl hängenden schauferl nach (damit keiner auf die idee kommt, sein geld wieder herauszulupfen). j.o. bohrte immer tief hinein.

sicherlich war schon eine beträchtliche summe während des jahres angefallen, sparte er sich doch immerhin zwischen 20 und 50 cent pro woche ein.

showdown: 6. mai. im lokal wurde es bereits lauschig rauschig. die ersten weißen spritzer gingen auf der schank und in die gurgeln. besonders herr bert, bürgerlich adalbert stifter - jedoch nicht mit diesem verwandt und ein begnadeter schweißer unter seinem herrn, ließ es zischen. j.o. hielt eine runde mit, dann mußte er den kampf, den er nur verlieren konnte lassen, wie auch sein wasser - war er doch so nervös.

zlubomir, kellner und untertags pole von beruf, bedachte ihn mit einem weiteren vergorenen rebensaft. ja, da ging die post ab.
auch anatol, goldschmid im 9. bezirk, der nie etwas springen ließ, lud ihn auf einen jägermeister ein. auch j.o. ließ sich nicht lumpen. er schmiß sogar galant eine lokalrunde. dazu bestellte er sich ein bratlfettnbrot mit zwiebel (das liebte er, erinnerte es ihn doch an die zeit im internat, wenn er spätabends im zimmer von pater anastasius nachhilfe und hunger bekam).
sogar der herr von den städtischen entsorgungsbetrieben, den orangen männern, die immer so streng rochen, karl putzer, lud ihn auf einen tequila ein.

alle waren so gut zu ihm und heute seine freunde.

die auszahlung war eigentlich nebensächlich. jeder bekam sein kuvert vom netten raika-bediensteten, herrn postl. so auch j.o., dem es gleich aus der hand fiel.

spürte er bereits eine leichte illumination? egal, freunde, kameraden! kam sogleich hans geher alias johnny walker (aber nur der 12-jährige) an die reihe.

time to say goodbye, dachte er sich - oder das was er glaubte zu fühlen. er wollte die zeche in der - für einen alternativen - astronomischen höhe von 72,67 euro berappen, nahm sein kuvert und deflorierte es.
j.o. wurde blaß und übel zugleich: der inhalt von 13,20 euro reichte wohl nicht ganz aus. hatte er so wenig für sein drittes standbein getan?

mutter mußte ihn er- und auslösen. das war ihm aber nicht wirklich peinlich. völlig losgelöst schwebte er vor der schank vorbei, fühlte eine gewisse rückwirkende peristaltik und benetzte dezent von hinten den sperrstunde kontollierenden polizisten hubert platzer (der ob dieses unerwarteten übergriffes sogleich ein freundliches "bist deppert, blada!" von den lippen ließ.)

und es kostete ihm - oder besser gesagt mutter - nochmals 72,67 euro (den sogenannten gitti ederer tausender!) für die reinigung der uniform. j.o. war es egal. draußen vor der tür setzte er nocheinmal nach, vielleicht sogar aus trotz.

und das alles am vorabend zum muttertag.
 
Editiert von J_O_Spitzer am Mi, 13.04.2005 09:01
J_O_SpitzerOnlinestatus
 
Kapitel 31 - Neulich in der Fahrschule
 
 
Mi, 13.04.2005 08:07
 
Eine premiere!

anbei ein auszug aus j.o.'s analogem tagebuch, welches er unter seiner matratze seit nun mehr 40 jahren führt und in das er folgendes erst neulich - mit bleistift - geschrieben(!) hat:

- ZITAT ANFANG -

Hallo liebes Tagebuch!

Ich lebe tatsächlich noch und der Fahrlehrer auch. Und der Fahrradfahrer kann angeblich schon nächste Woche das Krankenhaus wieder verlassen!

Der Fahrlehrer hat gemeint, es wäre keine schlechte Ausbeute für die 1. Fahrstunde, hier eine kleine Auflistung meiner Eroberungen:

* 12 Fußgänger (es waren allerdings Asiaten, von denen gibt es ohnehin genug, außerdem war es natürlich eine Tourigruppe und mein Fahrlehrer hat gemeint, die sind besonders schwer zu umfahren, weil sie so langsam gehen und auch oft unentschlossen sind!)

* 1 Autotüre (der war aber auch besonders unvorsichtig, ich hab doch eh gehupt, als ich beschleunigt hab, obwohl ich schon gesehen hab, dass er aussteigen will! na ja, das es ein Alfa-Cabrio war ist halt blöd, aber mein Fahrlehrer hat gemeint, ich hätte gar nicht mehr rechtzeitig stehen bleiben können, nachdem ich 50 Meter vor dem Alfa noch auf 80 km/h beschleunigt hab und außerdem sei die Fahrschule gut versichert!)

* 2 Hunde (na ja, die waren aber auch besonders klein und ich musste mich doch noch auf den Fahrradfahrer konzentrieren und außerdem hat mein Fahrlehrer hat gemeint, die alte Dame hätte die Leine viel zu lang gelassen, sie hätte die Hunde eigentlich schnell auf den Arm nehmen müssen, als sie mich auf sie zukommen sah!)

Ach ja und dann eben noch:

* 1 Fahrradfahrer (ich kann doch nicht wissen, dass auf dem Fahrradstreifen, der mitten auf der Alserbachstrasse ist, tatsächlich manchmal jemand fährt, ich mein, was dabei rauskommt sieht man ja und mein Fahrlehrer hat gemeint, dass es gar nicht schlimm ist, wenn ich beim ersten Mal links abbiegen einen Fahrradfahrer, der rechts von mir fährt übersehe und ihn umfahre, außerdem war es ja gar nicht so schlimm, er kann wie gesagt schon nächste Woche das Krankenhaus wieder verlassen!)


Mein Fahrlehrer hat gemeint, ich könnte auch noch auf dem Übungsparkplatz fahren, er war sogar so nett gleich anzurufen und zu fragen, wann das Gelände gesperrt ist, damit ich ganz alleine dort fahren kann – voll nett von ihm, oder?


Liebe Grüsse

Jürgen

- ZITAT ENDE -

schön, nicht???
 
Editiert von J_O_Spitzer am Fr, 15.04.2005 11:51
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Kapitel 30 - Weiche Hasen und harte Eier
 
 
Di, 29.03.2005 20:31
 
Ostern wollte j.o. heuer schneller als letztes jahr verarbeiten. nur zu gut ist ihm in erinnerung, als die hasen laufen lernten.
(schokolade wird eben bei hitze weich).

also beschloß er, das cholesterin-fest rasch zu verarbeiten. er nahm seine 2 harten eier, die er von onkel pepi und der poldi tante erhalten hatte. auch heuer mußte er sie wieder im garten suchen (seine verwandten verlaufen sich nämlich prinzipiell im kleinen vorgarten, da sie mit ihren 94 jahren schon etwas trübe augen). besonders die geschliffenen aschenbecher von onkel pepi haben es j.o. angetan (mit 12 jahren hat er sogar durch die extra starke lupenwirkung der brillen ein papier in der elterlichen wohnung zur entflammung gebracht - lustig hatte es es damals aber nicht - gott sei dank war der onkel pepi einmal bei der feuerwehr als spritzenführer in reichenau - und er löschte in der jugend jeden brand!).

er wollte heute unbedingt russische eier am abendtisch haben. das rezept hatte er von einer kleinen, auch firmentechnisch alternativ blonden, dem lehrhäschen, aehhm, falsch, dem lehrmädchen aus dem marketing bekommen.
sie verarbeitete gerne ihr franösisches geheimrezept "les oeufs nouveaux", also eier mit niveau.

niveau, ja, das war doch das, was sein vater am bundesbahner-stammtisch in meidling nie hatte: auch er sprach zu ostern immer von hasen mit großen ohren. dass sie eine bedrohte rasse seien, die man vor dem aussterben schützen müsse, diese bunnies.
my bonny is over the ocean, fiel ihm impulsiv ein. es liederte direkt vor seinen augen. es waren die sogenannten augenlieder. with betty davis eyes sah er die eyes of lucy jordan am besten.

doch dann passierte es. er drückte die eier in die moulinette und betätigte den startknopf. weiße sauce rann über seine hose. er hatte vergessen, den deckel drauf zu geben, so konnte sich die joghurt-majo-mischung regelmäßig in der küche verselbständigen. mama würde das nicht gefallen. er fühlte sich übel. er wußte, warum er ostern und alles rundherum haßte.
die hasen können von ihm aus das zeitliche segnen.
er war traumatisiert, so wie voriges jahr, als er am ostersonntag beim traditionellen osterschmaus mit geselchtem fast am kren erstickte.

denn vater liebte es besonders scharf, er nicht. er ist kein harter hase, nein, er ist das weichei par excellence.
 
Editiert von J_O_Spitzer am Mi, 30.03.2005 11:42
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