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Do, 15.07.2021 16:02
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Christine Nöstlinger - Iba de gaunz oamen Leit
 
 
Do, 15.07.2021 16:02
 
Hob mi do gean

Waunsd ned hamkummsd, is ma fad.
Waunsd ewig fernschausd, duri ma lad.
Waunsd ma ausn Weg gesd, weri gauns schdad.
Waunsd nigs redsd auf mi, bini toteu vadrad.
Waunsd mi nimma gean hosd, frisi mi blad.

Und daun schdesd sche depad do ois da Mau von da digsdn Frau
im Gemeindebau


D Mutta weihds Madl ei

A Frau muas imma wos duan, sunsd isd Famülie valuan.
A Frau, de wos one Oabeid wo hugd
und mid kana Wimpa ned zugd, waun ian Mau des Hemadknebfe föd,
is gauns umasunsd auf da Wöd. Unds Kostgöd ned wead, wos griagd!
A Frau, de ins Romanbiachl schaud, waunsi ia Mau, de oame Haud,
s Hemadknebfe söba aunad ghead hamdrad.
Weu de is ka Ea fia unsa Gschlechd!
A Frau muass si imma a Oabeid wissen sunsd is ia Famülie toteu beschissn.
A Frau muass fian Mau und de Kinda lem und denan ia Grofd und ia Ausdaua gem.
A Frau deaf si ned um si söba schean. A frau deaf si ned gengan Haushoid wean.

Ihre Däg und ihre Nächt, de ghean ia ned. Und aufn Mau, a wauna bled is, muass hean
und so tuan, ois wars one eam valuan. S Lem vun ana Frau is obfan und Blog.

Worum des so is, is a aundare Frog, de wos ma si afoch ned schdöd,
weu dei Manung dazua e ned zöd.


Unmegliche Dram

I mechdad so gean amoi an Mau auredn.
Aun an schbedn Obnd auf da Gossn mechdad i zeaschd hinta eam ge
so drei hesablek laung und schaurad man au gauns genau
de Schuitan, de Hüftn, de Hagsn, den Gaung.
Gustirad, owa ma gfoid, owa vun vuan net z oid oda z schiach sei kunndad.
Und daun holad i auf, legad mei Brozn auf sei Schuita drauf und sogad:
Warum denn so allanich, schöna Mau? Derf i ina hambegleitn oder zu an Viadl valeitn?
Daun hengad i mi ei bei eam, unds ded mi goa ned schdean, wauna des ned wü
und si a bissl wead, weu des ghead zu an Aufriss dazua.
I sogad nur: Oba Bua! Dua da nigs au! Und schlepat eam o ins negsde Beisl
und zolad dem Heisl zwa Viadl und zwink eam ins Gnia und wischba eam zua:
Jezn gemma noh am zu mia!
Oba des san jo ollas nua blede Dram. I was eh genau, dass a Frau kan Mau auredn kau.
Sunsd hoid mas fira Hua, und des schded si net davua.
So a bleda Bua is a Gfrett, des ma daun hätt, net wert.
Weus am jo do recht schdead, wos de Leit so redn. Drum hoid i mi zrug.
Und dram nua davau, aum Obend aum schbedn hintar an Hawara heazgeh
und eam eiznan und eam zvazan und eam daun augland lossn
und aum negsdn Dog auf da Gossn aum Obend aum schbedn de negsdn auzredn.


I mog di

I ded da gean sogn dassi di mog, I ded di gean frogn worumsd ma nia sogst dassd mi mogst.
Oba solaung i nigs sog, solaung i nigs frog, kauni bei dia bleim.
Wauni amoi nua sog, wiri di mog und di auschau dabei, is mit meine Dram vuabei.
Wauni di amoi nua frog, worumsd ma nia sogst dassd mi mogst und dei Antwurt hea
folats ma schwea länga zum Bleim.
Weu a glans Bazl Schdoiz hobi a. Und bevua i was, wia du zu mia schdesd bleib i liaba alla.


Schlechd und echd ungerechd

A Mau deaf ruig waumpad sei, es redt eam kana ind Fettn drei.
A blada Mau is a schadtlicha Hea und jedazeid guad fian Geschlechdsvakea.
A Mau deaf ruig a glozad sei, one Hoa is sei Zeid no laung ned vuabei.
A Glozn, de zeigd vun guade Bodenz und unhamlich hocha Sexual-Frequenz.
A Mau deaf schdinkn noch Schweis und an drum Zinkn ois Nosn haum.
Und schife Zend. Und feichde Hend. Und Ölefauntnoawaschl. Ea kaun baud sei wira Müchflaschl.
Und a grezata Ausschlog auf sein Hian is diregt a Zia fia sei Denkaschdian.
Mid seine Abuaddeklbrozn deafa si den daun grozn.
Fia an richdign Mau schbüd des ollas ka Roin.
Oba mia Fraun soin auf uns schaun. Fia uns foids Äussare ins Gwichd. Fia uns is Schenheid Pflichd.
Des is schlechd und echd ungerechd!
Oba sogsd des an Mau, grinsda di nua bled au, und de Fraun de so san wias soin,
de woin des a ned hean, weu de haum kann Grund zum Aufbegean.
Und duasdi zaum mid de Fraun, ded gleiche Aunsichd haum, sogn olle voi Freid:
De schiachn Uhudln haum an Neid!
De Zeid, wosi de Leit endan wean, is leida no weit!


Dunasdog um zwöfe

I won in an Haus, wow ochd Schdogweak hod.
Im simdn Schdog beim sexdn Fensda vun rechdsher zöd faungd mei Wonung au.
Beim fünfdn Fensda vun lingsaus grechnd heads auf.
158 Wonungen hod Genossnschofd baud. Des hasd:
Mia san 474 Leit im Haus, weu jede Famülie beschded aus Vata, Muta und Kind. E gloa!
Maunchane Leit haum zwa Kinda. Oba dafua haum aundare kans. Und des gleichd si aus.
Dass mei Nochbarin Bogna hasd, wasi. Des schded aun ira Tia.
Und untn beim Lifd hängd a Tofe, auf dera schdengan de Naumen da Mita
und dahinta des Numara von ira Tia.
Wauni aufn Lifd woat, lern i de Naumen, und wauni schbeda daun bei mein Fensda schde und owaschau und an ins Haus ge sich, deng i ma aus, wöchana vun de Naumen vun da Tofe zu eam basd.
Iwa mia is a Kind, des wos vü schreid. Ned nua aum Tog, a in da Nochd.
Unta mia wond ane, de is varugd. De hod ma an Zedl aund Tia bigd, drauf is gschdaundn,
i soi in da Kuchl ned Roischuach foan.
Aum Dunasdog kochn olle Fraun im Haus Schbinod. Des wasma, weu aum Freidog de Misdkiwen voi Schbinodpakeln san.
De Kuchln in unsam Haus - weus wegn di Inschdalazionen büllicha woa - san olle iwaranaund.
Und de Gashead, de wosd Genossnschofd ind Kuchl gschdöd hod,
schdengan olle in da Fensdaekn aun da Bodzimmawaund.
Kuchl auf Kuchl auf Kuchl bis untas Doch.
Und jedn Dunasdog um zwöfe schdengan 158 Weiba unteranaund und iwaranaund vua eanare Gashead und glezln grosgrine Wiafen aus eiskoide Pakeln und schiams in de Reindln umaranaund, bis a Schbinod draus wiad.
A Schbinod mid Eibrenn und Knofe.
Da gleiche Schbinod aum gleichn Head, gleichschnö griad, is gleich schnö featig.
Jedn Dunasdog um hoiba ans nimmi mein Döla Schbinod und sez mi zum Disch.
Da Lefe tauchd ei in de grosgrine Baz, i schau aufe zum Blafon und owe zum Fuasbon
und brü so laud, dass duach de dinnan Meian dröna muas:
Guadn Apadid!
Oba nia ned kummd a Auntwuart.
 
Taube21Onlinestatus
 
Thomas Bernhard - Heldenplatz
 
 
Mi, 02.06.2021 18:21
 
Erste Szene

Jetzt stellt sie sich vor
daß sie in Neuhasu bleiben wird
den Lebensabend in Neuhaus verbringen
die geht gleich wieder nach Wien du wirst sehen
die ist das Landleben nicht gewöhnt
die Leute auf dem Land sind gemüts- und geisttötend
hat der Professor immer gesagt
ein Städter hat auf dem Land nichts zu suchen
die Städter gehen auf das Land
und sind in kürzester Zeit vernichtet
alles auf dem Land ist gegen den Städter
der Städter verkommt auf dem Land geht ein
und ist in der kürzesten Zeit vernichtet

Zweite Szene

Der Direktor ein unerträglicher Mensch
zu Mittag setzt er sich genau an den Tisch
mir gegenüber
ein Salzburger oder Tiroler
jedesmal verdirbt er mir schon wenn er auftaucht den Appetit
mein Gott diese Leute
aber bei uns wird ja auch a l l e s nur parteipolitisch besetzt
die Leute können gar nicht beschränkt genug sein
um auf die höchsten Posten zu kommen
überall sitzen diese Idioten
das ist es ja auch das den Vater immer
wahnsinnig gemacht hat
die Universität ist ja auch voller Idioten
darunter hat er die zwanzig Jahre gelitten
steiermärkische Trottel salzburgische Idioten
als Kollegen
das geistige Leben in dieser Stadt
ist ja schon beinahe erstickt in der Niederträchtigkeit
und in der Stumpfsinnigkeit seiner Postenschacherer
 
Taube21Onlinestatus
 
J. D. Salinger - The Catcher in the Rye
 
 
Mi, 02.06.2021 16:05
 
- 3 -
I slid way the hell down in my chair and watched old Ackley making himself at home. I was feeling sort of tired from the trip to New York and all, and I started horsing around a little bit. Sometimes I horse areound quite a lot, just to keep from getting bored. What I did was, I pulled the old peak of my hunting hat around to the front, then pulled it way down over my eyes. That way, I couldn't see a goddam thing. "I think I'm going blind," I said in this very hoarse voice. "Mother darling, everything's getting so dark in here."
"You're nuts. I swear to God," Ackley said.

- 24 -
"I have a feeling that you're riding for some kind of a terrible, terrible fall. But I don't honestly know what kind . . . Are you listening to me?"
"Yes."
You could tell he was trying to concentrate and all.
"It may be the kind where, at the age of thirty, you sit in some bar hating everybody who comes in looking as if he might have played football in college. Then again, you may pick up just enough education to hate people who say, 'It's a secret between he and I.' Or you may end up in some business office, throwing paper clips at the nearest stenographer. I just don't know. But do you know what I'm driving at, at all?"
[...]
"This fall I think you're riding for - it's a special kind of fall, a horrible kind. The man falling isn't permitted to feel or hear himself hit bottom. He just keeps falling and falling. The whole arrangement's designed for men who, at some time or other in their lives, were looking for something their own environment couln't supply them with. Or they thought their own environment couldn't supply them with. So they gave up looking. They gave it up before they ever really even got started. [...] I don't want to scare you," he said, "but I can very clearly see you dying nobly, one way or another, for some highly unworthy cause."
 
Taube21Onlinestatus
 
nicht erwähnenswert / nicht erwähnt
 
 
Di, 01.12.2020 12:11
 
Keinen Eintrag wert sind:
Stewart O'Nan - Letzte Nacht
Doris Knecht - Gruber geht

Nicht zitiert wurden:
John Strelecky - Das Café am Rande der Welt
Lilian Faschinger - Paarweise
 
Taube21Onlinestatus
 
Haruki Murakami - Naokos Lächeln
 
 
Di, 01.12.2020 12:00
 
2. Kapitel
Doch nach einer gewissen Zeit wurde mir bewußt, daß trotz meiner heftigen Anstrengungen so etwas wie ein undefinierbarer Knoten aus Luft in meinem Innern zurückgeblieben war, der mit der Zeit eine schlichte, aber deutliche Form annahm. Ich konnte diese Form sogar in Worte fassen. Der Tod verkörpert nicht das Gegenteil des Lebens, sondern ist ein Bestandteil desselben. Ausgesprochen klingt das wie eine Binsenweisheit, doch damals empfand ich diese Erkenntnis nicht in Form von Worten, sondern als eben diesen Luftknoten in meinem Inneren.

4. Kapitel
Diese Typen hatten lauthals den Streik ausgerufen und die Studenten, die dagegen gewesen waren (oder auch nur Zweifel angemeldet hatten), zum Kuschen gebracht. Als ich einige von ihnen darauf ansprach und fragte, warum sie Vorlesungen besuchten, statt den Streik fortzusetzen, konnten sie mir keine klare Antwort geben. Was hätten sie auch sagen sollen? Daß sie befürchteten, wegen Fehlens ihre Scheine nicht zu bekommen? Und diese Leute hatten brüllend gefordert, die Universität zu zerschlagen! Was für ein Witz. Diese armseligen Opportunisten! Kaum hatte sich der Wind gedreht, war aus ihrem Gebrüll Geflüster geworden.
Ach, Kizuki, dachte ich, du verpaßt wirklich nichts. Was für eine beschissene Welt. Diese Spinner studieren um eine Gesellschaft mitzuerschaffen, die genauso widerlich ist wie sie.

7. Kapitel
Hätte sie schon von klein auf einen guten Lehrer und richtigen Unterricht gehabt, hätte sie so viel weiter sein können. Das bildete ich mir damals ein, aber das war ein großer Irrtum. Im Grunde war dieses Kind für einen konventionellen, geregelten Unterricht ungeeignet. Solche Menschen gibt es. Sie haben eine große Begabung, aber es ist zu anstrengend für sie, sie systematisch zu entfalten. Sie zerstückeln ihr Talent in kleine Häppchen und vergeuden es auf diese Weise. Ich habe schon viele solcher Menschen kennnengelernt. Am Anfang hält man sie für erstaunlich begabt. Es gibt zum Beispiel Leute, die können ein höllisch schwieriges Stück sofort spielen, nachdem sie es nur einmal überflogen haben. Und sogar gut spielen. Wenn man das sieht, ist man überwältigt. Das könnte ich nie! Aber das war’s dann auch. Weiter kommen sie nicht. Und warum nicht? Weil sie die Anstrengung scheuen. Weil man ihnen keine Disziplin beigebracht hat. Sie sind verwöhnt. Ihre Begabung hat ausgereicht, um ihnen als Kindern mühelos das Lob der Erwachsenen zu sichern, drum finden sie jede Anstrengung überflüssig. Wozu andere Kinder drei Wochen brauchen, das schaffen sie in der Hälfte der Zeit, also stellt ihnen der Lehrer die nächste Aufgabe, die sie wider in der Hälfte der zeit bewältigen. Und immer so weiter. Auf diese Weise lernen sie nie, was Mühe heißt, und in ihrer Charakterbildung fehlt ein wichtiges Element. Das ist tragisch.

10. Kapitel
"[…] Ich weiß, ich bin unmöglich zu dir. Ich gebe nichts und fordere nur. Ich sage ohne Rücksicht alles, was mir gerade durch den Kopf schießt, habe dich hierherzitiert und dich durch halb Shinjuku geschleift. Aber ich habe doch sonst niemanden, mit dem ich das machen kann. Nicht einmal in den zwanzig Jahren, die ich auf der Welt bin, durfte ich nur an mich denken. Mein Vater und meine Mutter haben mich überhaupt nicht beachtet, und mein Freund ist auch nicht der Typ dazu. Er wird’ sofort wütend, wenn ich einmal meinen Willen durchsetzen will. Dann streiten wir uns. Nur mit dir kann ich reden. Jetzt bin ich völlig kaputt und möchte einschlafen, während mir jemand sagt, wie lieb und hübsch ich bin. So einfach ist das. […]"

12. Kapitel
Aus Kizukis Tod hatte ich etwas gelernt und mich damit abgefunden. Oder redete es mir zumindest ein. "Der Todexistiert nicht als das Gegenteil des Lebens, sondern ist ein Bestandteil desselben."
So lautet die unumstößliche Wahrheit des Lebens. Indem wir leben, züchten wir gleichzeitig unseren Tod heran. Doch in dieser Erkenntnis liegt nur ein Teil der Wahrheit, mit der wir uns abfinden müssen. Aus Naokos Tod lernte ich noch etwas ganz anderes. Ich lernte, daß nicht die wahrste Wahrheit den Schmerz zu lindern vermag, den wir beim Verlust eines geliebten Menschen empfinden. Weder Erkenntnis, noch Aufrichtigkeit, noch Kraft, noch Güte können diesen Kummer heilen. Wir können ihn nur durchleiden und etwas daraus lernen. Doch das, was wir daraus lernen, hilft uns nicht beim nächsten Kummer, der uns ohne Vorankündigung überfällt.
 
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