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Do, 25.11.2021 16:51
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John Strelecky - Wiedersehen im Café am Rande der Welt
 
 
Do, 25.11.2021 16:51
 
46

Der Gedanke, die eigenen Kinder nicht anzuschreien, war mir sehr fremd. Ich konnte mir ein Leben, ohne laut zu werden, kaum vorstellen.
„Wir akzeptieren unser eigenes Verhalten, da es darauf beruht, wie wir uns selbst definieren. Am Tag, als sie geboren wurde, definierte ich mich als Vater, der Emma nie anschreien würde. Wenn ich sie also anschreien würde, widerspräche das meiner Persönlichkeit, es entspräche nicht dem, der ich bin.“
Ich sah Mike verwirrt an.
„Betrachte es einmal so“, sagte er. „Wenn du dich selbst als Abenteurer definieren würdest, wäre es dann normal oder unnormal, wenn du dein haus nie verlassen würdest?“
Ich lächelte. „Unnormal.“
„Genau. Wenn jemand dich zwingen wollte, in deinem Haus zu bleiben, wäre es nicht stimmig. Weder emotional noch körperlich noch auf der Verstandesebene … Wenn du dich als Abenteurer definiert hast, heißt das, Abenteuer zu erleben. Stets zu Hause zu bleiben wäre dann nicht akzeptabel. Du würdest dich weigern, dich so zu verhalten.“
„Ich glaube, ich verstehe“, antwortete ich. „Da du dich als Vater definiert hast, der nicht schreit, würde es sich nicht stimmig anfühlen, wenn du schreien würdest. Weder emotional noch körperlich noch auf rationaler Ebene.“
[…]
„Man sollte seinen Ärger nicht an denen abreagieren, die zufällig in der Nähe sind oder die schwächer sind als man selbst.“ Mike hielt einen Moment inne. „Und schon gar nicht sollte man ihn an jemandem auslassen, nur weil man weiß, dass er einem verzeihen wird.“
Ich nickte. Das war sehr eindrucksvoll. Wie oft hatte ich miterlebt, dass jemand ein Familienmitglied verbal attackierte. Dabei hatte der Angehörige nichts mit dem zu tun, was die Person wütend gemacht hatte.
„Es gibt noch einen weiteren Aspekt“, fuhr Mike fort. „Wenn man sich als jemand definiert, der nicht schreit, fühlt es sich falsch an, wenn sich ein innerer Drang zum Schreien aufbaut.“
„Wie ein Abenteurer, der zu Hause bleibt“, fügte ich hinzu.
„Genau. In diesem Fall verspürt man vielleicht einen anfänglichen Impuls zu schreien. Aber wenn das geschieht, meldet sich eine stärkere kraft, die einem sagt: ‚Das Bist du nicht. Du hast beschlossen, ein Vater zu sein der nicht schreit.‘
Deshalb würde man sich viel unwohler fühlen, wenn man schreien würde. Also lässt man es. Diese Erinnerung, die Tatsache, dass man es sich bewusst macht, wirkt beruhigend. Es hilft einem, die Dinge im richtigen Verhältnis zu sehen und authentisch zu sein, so, wie man es für sich beschlossen hat, anstatt das eigene Verhalten von irgendwelchen kulturellen oder sonstigen Konditionierungen steuern u lassen.
Auf diese Weise kann man eine Distanz zur Situation aufbauen. Sie von außen beobachten, selbst wenn es nur für ein paar Sekunden ist. In diesen Sekunden wird man sich viel klarer darüber, wie die ureigenste Reaktion aussieht. Und dann verhält man sich dementsprechend.“
Ich schüttelte langsam meinen Kopf. „Vielleicht liegt es daran, dass ich all das zum ersten Mal höre, Mike, aber es hört sich komplex an.“
Er nickte. „Das verstehe ich. Wenn man es allerdings auf die grundlegendsten Elemente herunterbricht, ist es in Wirklichkeit ziemlich einfach. Zuerst definiert man, wer man ist. Dann sorgt man dafür, dass man zuweilen eine Distanz zu einer Situation aufbaut, sozusagen aus ihr heraustritt. Das Leben aus der Perspektive des Teilnehmers wie auch des Beobachters betrachtet. Das dauert nur eine Sekunde. Vielleicht sogar weniger. Und dann verhält man sich dementsprechend.“
„Und das funktioniert?“
Mike lachte. „Sogar an den schlimmsten Tagen.“
Er wendete sich mir zu. „Und nun noch etwas, worüber du nachdenken kannst, John. Würdest du jemanden in dein haus einladen und ihn dann anschreien, weil du auf jemand anderen wütend bist?“
Ich lachte. „Dann wäre er wahrscheinlich das letzte Mal zu mir gekommen.“
„So ist es. Trotzdem machen viele Leute das die ganze Zeit. Sie laden Menschen, die sie lieben, in ihr Leben ein, was weitaus bedeutender ist, als jemanden nur in sein haus zu bitten. Dann benutzen sie diese Leute als Ventil, um ihre Wut abzulassen.“
Ich schüttelte den Kopf. „So habe ich das noch nie betrachtet. Aber du hast recht. Ich habe Menschen mit ihrem Partner und ihren Kindern auf eine Weise reden hören, wie sie es nie mit einem Gast des Hauses tun würden. Oder gar mit ihren besten Freunden.“
 
Taube21Onlinestatus
 
Heinrich Steinfest - Cheng. Sein erster Fall
 
 
Do, 25.11.2021 16:49
 
12

Und dann bot er ihr eine sechsstellige Summe an, zur Begleichung der Unkosten, wie er betonte. Und betonte auch noch, daß es überaus dumm wäre, dieses Angebot abzulehnen. (Und das war es in der Tat. Man darf ja nicht glauben, nur weil man ein paar Beweise in der Hand hält, kann man die Lukascheks und Geisslers zu Fall bringen. Das sogenannte Aufdecken von Skandalen funktioniert nur, ist es ein von den maßgebenden Stellen sanktioniertes beziehungsweise initiiertes. Die Aktivitäten der Aufklärungsjournalisten, später dann der Justiz harmonieren stets mit den Interessen der Machtstrategen. Skandalaufdeckungen und Skandalaufbereitungen dienen der Demontage im Grunde längst Demontierter. Sie dienen der Eitelkeit der bezahlten Aufdecker, der Unterhaltung des Publikums, sie dienen als Beweis für die Märe von der Selbstreinigungskraft der Demokratie, vor allem aber dienen sie der Vertuschung der Gegenwart. Kein aufgedeckter Skandal ohne Aufdeckungsplanung durch hohe und höchste Stellen. Kein Journalist gerät durch Zufall oder durch Recherchen an sein angebliches Beweismaterial, sondern es wird ihm von den Skandalplanern zur Verfügung gestellt. Wer tatsächlich glaubt, man könnte außerhalb der Skandalplanung maßgebender Stellen einen Skandal aufdecken, einfach so wild drauflos aufdecken, als wäre Aufdecken so frei wie die Kunst, der - so hätte man zumindest früher gesagt - gehört nach Rußland geschickt. - Siehe Bryce Mathews Nixoneering, Das Wesen der Demontage.)
 
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Sheila Heti - Motherhood
 
 
Mi, 24.11.2021 18:14
 
Book Tour

On my first night abroad, in a small restaurant in Stockholm, my thirty-two-year-old Swedish editor began telling me about how she and her girlfriends (all of whom have husbands and children) have one friend who has been with her partner for the last seven years, and this woman is the only one of their original circle from university who doesn’t have a kid. She says that her friend and her friend’s husband don’t want one, but when this friend is not at dinner, all her friends talk about her, and feel sorry for her, and speculate that it is he who does not want a child, and really she does. Her life is the focus of much interest. I said that maybe the friend actually doesn’t want a baby, but it was hard for my editor to accept the possibility; not, I think, because she couldn’t imagine some other woman not wanting to have a child, but because this friend has been well-cemented in their circle of girlfriends as the one they can feel sorry for, and feel sort of superior to, and who they believe they have special knowledge of (more knowledge than the friend has of herself). They need someone who they feel their lives are better than. She serves an important role.
I thought it must be awful for the friend to have to be still in contact with her university friends. She must know that on some level they pity her and don’t believe her account of her life. I wished she could find some new friends, and suspected that she probably did have new friends, and perhaps socialized with her university friends only when she had to, which was why she sometimes wasn’t at those dinners where her friends gossiped about her delusions and her lack.


Home

I think I don’t want to seem ordinary in Miles’s eyes; I would rather not have a child than appear that way. Or maybe I can’t say it because I don’t want to lose face, not after saying so often that it’s what I don’t want. Do I not want to be seen as having changed my mind, or for him to think I’m ridiculous, which he certainly would if I suddenly brought it up? Maybe I would rather leave him than say it.


Follicular

Tonight, I was reading a story about the Baal Shem Tov - one of the holy rabbis of the eighteenth century - and in the story, the Baal Shem Tov’s daughter asks her father to tell her the name of the man she will marry, and to say whether she will ever be a mother. Her father throws a party and at the party her husband is revealed to her. The story ends by saying that she had two boys and one girl, and the names of the boys are given, and what they grew up to be, but the name of the daughter is not given, nor what she grew up to be (presumably a mother). Putting the book down, I realized that throughout most of history, it was enough for men that women existed to give birth to men and raise them. And if a woman gave birth to a girl, well then, with luck the girl would grow up to give birth to a man. It seemed to me like all my worrying about not being a mother came down to this history - this implication that a woman is not an end in herself. She is a means to a man, who will grow up to be an end in himself, and do something in the world. While a woman is a passageway through which a man might come. I have always felt like an end in myself - doesn’t everyone? - but perhaps my doubt that being an end-in-myself is enough comes from this deep lineage of women not being seen as ends, but as passageways through which a man might come. If you refuse to be a passageway, there is something wrong. You must at least try. But I don’t want to be a passageway through which a man might come, then manifest himself in the world however he likes, without anyone doubting his right.

Every time I hear that a friend is having a baby, I feel like I’m being cornered by a looming force, more trapped still. You know the babies cannot keep coming forever, but for now they are raining down as heavy as night-hail, or whatever hits the earth and makes a crater sized so much bigger than the thing itself that hit it. There are craters, craters, all around, and no home is safe enough not to be pummeled to dust by these blessings, by these bits of stardust, these thousand-pound babies aimed straight at the earth.
I had always thought my friends and I were moving into the same land together, a childless land where we would just do a million things forever. I thought our minds and souls were all cast the same way, not that they were waiting for the right moment to jump ship, which is how it feels as they abandon me here. I should not think of it as an abandoning, but it would be wrong to say it’s not a loss, or that I’m not startled at being so alone. How had I taken all of us as the same? Is that why I started wondering about having kids - because, one by one, the ice floe on which we were all standing was broken and made smaller, leaving me alone on just the tiniest piece of ice, which I had thought would remain vast, like a very large continent on which we’d all stay? It never occurred to me that I’d be the only one left here. I know I’m not the only one left, yet how can I trust the few who remain, when I’d been so mistaken about the rest? I’m shaken by their wholesale deserting. Did they ever intend to stay on this childless continent, and then they changed their minds? Or had they never intended to stay, and I understood them all wrong?
I resent the spectacle of all this breeding, which I see as a turning away from the living - an insufficient love for the rest of us, we billions of orphans already living. These people turn with open arms to a new life, hoping to make a happiness greater than their own, rather than tending to the already-living. It’s not right, it’s not kind, when everyone you look at is a crying baby and there my friends go, making more - making another one! - another new light in the world. Certainly I am happy for them, but I am miserable for the rest of us - for that absolute kick in the teeth, that relieved and joyful desertion. When a person has a child, they are turned towards their child. The rest of us are left in the cold.


PMS

The question of a child is like a bug in the brain - it’s a bug that crawls across everything, every memory, and every sense of my own future. How to dislodge that bug? It’s eating holes in everything there ever was or will be. Nothing remains intact.
How much of me thinks that my problems - whatever vagueness is associated with living - would be solved by stuffing my days with childcare, and my heart with my own child, instead of being only half an animal in the eyes of the world? This is not a good feeling to carry around in one’s life. It can feel as though the solution to everything is just to give in to the part of me that wants to do this simple thing that opens and lifts the heart.

It sometimes seems as if the question of having children can only be resolved one way - by having them. For even if one comes to a definite resolution against having children, hanging over one’s head remains a spectre, the possibility, that a child will come. Or that life circumstances will conspire to make you change your mind, and if not actually bring about children, then make you regret not having had them.
Yet I have to think, If I wanted a kid, I already would have had one by now - or at least I would have tried. For how long am I expected to live as though there is a second me, hiding somewhere inside? When will it finally feel safe to prioritize the me I know?
 
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Orna Donath - Regretting Motherhood. A Study
 
 
Mi, 24.11.2021 16:30
 
Paths to Motherhood

Hidden Reasons for Having Children
As previously mentioned, in many prenatal societies motherhood is structured as a promise - the promise that motherhood will certainly provide us with a better life than we had before becoming mothers. Women and teens might thus give birth to children in order to rebirth themselves into a new world - to save ourselves from adverse life circumstances such as poverty, abuse, racism, homophobia, sexual violence, prostitution, homelessness, imprisonment, and dependency on alcohol or drugs.

Consenting to Motherhood against One’s Will
Liz (Mother of one child between 1 and 4): “To me it was clear, really, from a very young age, that I would never have kids. It was very clear to me. […] My decision to become a mother was totally rational. My uterus never screamed for motherhood [laughs]. I felt complete without birthing; it didn’t seem to be my role in the world to have children. [But] I thought that although I’m happy and although everything had gone very well for me, maybe there was another part of life that I should experience. So I [thought of it as] some kind of adventure. […] People say, “When it’s your own child it’s different,” and that’s not true. Not for me. I’ve gotta tell you, I had felt it before. Let’s put it this way: I always knew why I didn’t want it, and that didn’t change.”


Demanding Motherhood

How Mothers Should Look, Act, and Feel
[…] What’s more, this depiction of “female nature” as an obligation to mother is also used to condone the idea that women are equipped with congenital maternal instincts and biological abilities that prompt women rather than men to raise and care for the children they have either birthed or adopted. Israeli scholar Tamar Hagar demonstrates how those who pressure women into motherhood often promise that a woman’s “nature” will surface from within once she has a child: “You don’t have to learn it because it is part of you, imprinted on you, caring for a child, worrying about it, feeling close to it. If you don’t feel it now, they said, it will come with pregnancy and birth and along with it, the feeling of responsibility which is natural, and the love, and then, your priorities will suddenly change. Although your life will be completely different, it won’t matter to you.”
This strict, gendered division of parental labor was crystallized during the nineteenth century, following the Industrial Revolution, as ideas about home and the family transformed: whereas the “public sphere” was marked by rationality, progress, utility, and competitiveness (qualities typically ascribed to men), the “private sphere” of the family was, in contrast, linked to emotions such as love, altruism, compassion, and care (qualities considered “natural” to women). Whereas men were assigned to paid work outside homes, middle-class women were expected to perform unpaid domestic work as devoted wives and mothers who must maintain a safe harbor for their loved ones.
Since the nineteenth century, nationalist, capitalist, heteronormative, and patriarchal ideologies have joined hands to sustain this gendered division of labor - because without women’s unpaid labor as mothers and homemakers, the system would fall apart - while stressing that this division is “natural”, and therefore eternal; that it makes the world a better place; and that it benefits women themselves as well as their children.
As we shall see, however, it is not considered sufficient for a woman to simply mother: mothers are also expected to follow strict and universal rules dictating how they should mother, even though mothers nurture and protect their children in different ways and under different circumstances - and may not necessarily provide such care at all.


Living with an Illicit Emotion

Where Are the Fathers?
Fathers, generally speaking, have more permission and opportunities to be the owners of their own time, whereas mothers have less. Most of the mothers in my study - whether they are married, divorced, or separated, and whether they work outside the home and receive a salary or work at home with no salary - stated that they were the ones to carry the entire weight of raising children, whereas the fathers had the ability to create loopholes and become absent in time and space. “Studies prove that after the birth of a child, fathers put in noticeably more overtime at their places of work and look for new hobbies,” says author Christina Mundlos, “so that they are available as little as possible in the evening and on weekends. Of course, it’s not all of them. But many of them feel how exhausting it is with a baby around, and then try to remove themselves from the situation. This is socially accepted. But if, in contrast, the mother were to say, 'Today I’m going to yoga, tomorrow I’m going out to have a drink with my friends' - everybody would think, What is wrong with her?”
 
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Christine Nöstlinger - Iba de gaunz oamen Leit
 
 
Do, 15.07.2021 16:02
 
Hob mi do gean

Waunsd ned hamkummsd, is ma fad.
Waunsd ewig fernschausd, duri ma lad.
Waunsd ma ausn Weg gesd, weri gauns schdad.
Waunsd nigs redsd auf mi, bini toteu vadrad.
Waunsd mi nimma gean hosd, frisi mi blad.

Und daun schdesd sche depad do ois da Mau von da digsdn Frau
im Gemeindebau


D Mutta weihds Madl ei

A Frau muas imma wos duan, sunsd isd Famülie valuan.
A Frau, de wos one Oabeid wo hugd
und mid kana Wimpa ned zugd, waun ian Mau des Hemadknebfe föd,
is gauns umasunsd auf da Wöd. Unds Kostgöd ned wead, wos griagd!
A Frau, de ins Romanbiachl schaud, waunsi ia Mau, de oame Haud,
s Hemadknebfe söba aunad ghead hamdrad.
Weu de is ka Ea fia unsa Gschlechd!
A Frau muass si imma a Oabeid wissen sunsd is ia Famülie toteu beschissn.
A Frau muass fian Mau und de Kinda lem und denan ia Grofd und ia Ausdaua gem.
A Frau deaf si ned um si söba schean. A frau deaf si ned gengan Haushoid wean.

Ihre Däg und ihre Nächt, de ghean ia ned. Und aufn Mau, a wauna bled is, muass hean
und so tuan, ois wars one eam valuan. S Lem vun ana Frau is obfan und Blog.

Worum des so is, is a aundare Frog, de wos ma si afoch ned schdöd,
weu dei Manung dazua e ned zöd.


Unmegliche Dram

I mechdad so gean amoi an Mau auredn.
Aun an schbedn Obnd auf da Gossn mechdad i zeaschd hinta eam ge
so drei hesablek laung und schaurad man au gauns genau
de Schuitan, de Hüftn, de Hagsn, den Gaung.
Gustirad, owa ma gfoid, owa vun vuan net z oid oda z schiach sei kunndad.
Und daun holad i auf, legad mei Brozn auf sei Schuita drauf und sogad:
Warum denn so allanich, schöna Mau? Derf i ina hambegleitn oder zu an Viadl valeitn?
Daun hengad i mi ei bei eam, unds ded mi goa ned schdean, wauna des ned wü
und si a bissl wead, weu des ghead zu an Aufriss dazua.
I sogad nur: Oba Bua! Dua da nigs au! Und schlepat eam o ins negsde Beisl
und zolad dem Heisl zwa Viadl und zwink eam ins Gnia und wischba eam zua:
Jezn gemma noh am zu mia!
Oba des san jo ollas nua blede Dram. I was eh genau, dass a Frau kan Mau auredn kau.
Sunsd hoid mas fira Hua, und des schded si net davua.
So a bleda Bua is a Gfrett, des ma daun hätt, net wert.
Weus am jo do recht schdead, wos de Leit so redn. Drum hoid i mi zrug.
Und dram nua davau, aum Obend aum schbedn hintar an Hawara heazgeh
und eam eiznan und eam zvazan und eam daun augland lossn
und aum negsdn Dog auf da Gossn aum Obend aum schbedn de negsdn auzredn.


I mog di

I ded da gean sogn dassi di mog, I ded di gean frogn worumsd ma nia sogst dassd mi mogst.
Oba solaung i nigs sog, solaung i nigs frog, kauni bei dia bleim.
Wauni amoi nua sog, wiri di mog und di auschau dabei, is mit meine Dram vuabei.
Wauni di amoi nua frog, worumsd ma nia sogst dassd mi mogst und dei Antwurt hea
folats ma schwea länga zum Bleim.
Weu a glans Bazl Schdoiz hobi a. Und bevua i was, wia du zu mia schdesd bleib i liaba alla.


Schlechd und echd ungerechd

A Mau deaf ruig waumpad sei, es redt eam kana ind Fettn drei.
A blada Mau is a schadtlicha Hea und jedazeid guad fian Geschlechdsvakea.
A Mau deaf ruig a glozad sei, one Hoa is sei Zeid no laung ned vuabei.
A Glozn, de zeigd vun guade Bodenz und unhamlich hocha Sexual-Frequenz.
A Mau deaf schdinkn noch Schweis und an drum Zinkn ois Nosn haum.
Und schife Zend. Und feichde Hend. Und Ölefauntnoawaschl. Ea kaun baud sei wira Müchflaschl.
Und a grezata Ausschlog auf sein Hian is diregt a Zia fia sei Denkaschdian.
Mid seine Abuaddeklbrozn deafa si den daun grozn.
Fia an richdign Mau schbüd des ollas ka Roin.
Oba mia Fraun soin auf uns schaun. Fia uns foids Äussare ins Gwichd. Fia uns is Schenheid Pflichd.
Des is schlechd und echd ungerechd!
Oba sogsd des an Mau, grinsda di nua bled au, und de Fraun de so san wias soin,
de woin des a ned hean, weu de haum kann Grund zum Aufbegean.
Und duasdi zaum mid de Fraun, ded gleiche Aunsichd haum, sogn olle voi Freid:
De schiachn Uhudln haum an Neid!
De Zeid, wosi de Leit endan wean, is leida no weit!


Dunasdog um zwöfe

I won in an Haus, wow ochd Schdogweak hod.
Im simdn Schdog beim sexdn Fensda vun rechdsher zöd faungd mei Wonung au.
Beim fünfdn Fensda vun lingsaus grechnd heads auf.
158 Wonungen hod Genossnschofd baud. Des hasd:
Mia san 474 Leit im Haus, weu jede Famülie beschded aus Vata, Muta und Kind. E gloa!
Maunchane Leit haum zwa Kinda. Oba dafua haum aundare kans. Und des gleichd si aus.
Dass mei Nochbarin Bogna hasd, wasi. Des schded aun ira Tia.
Und untn beim Lifd hängd a Tofe, auf dera schdengan de Naumen da Mita
und dahinta des Numara von ira Tia.
Wauni aufn Lifd woat, lern i de Naumen, und wauni schbeda daun bei mein Fensda schde und owaschau und an ins Haus ge sich, deng i ma aus, wöchana vun de Naumen vun da Tofe zu eam basd.
Iwa mia is a Kind, des wos vü schreid. Ned nua aum Tog, a in da Nochd.
Unta mia wond ane, de is varugd. De hod ma an Zedl aund Tia bigd, drauf is gschdaundn,
i soi in da Kuchl ned Roischuach foan.
Aum Dunasdog kochn olle Fraun im Haus Schbinod. Des wasma, weu aum Freidog de Misdkiwen voi Schbinodpakeln san.
De Kuchln in unsam Haus - weus wegn di Inschdalazionen büllicha woa - san olle iwaranaund.
Und de Gashead, de wosd Genossnschofd ind Kuchl gschdöd hod,
schdengan olle in da Fensdaekn aun da Bodzimmawaund.
Kuchl auf Kuchl auf Kuchl bis untas Doch.
Und jedn Dunasdog um zwöfe schdengan 158 Weiba unteranaund und iwaranaund vua eanare Gashead und glezln grosgrine Wiafen aus eiskoide Pakeln und schiams in de Reindln umaranaund, bis a Schbinod draus wiad.
A Schbinod mid Eibrenn und Knofe.
Da gleiche Schbinod aum gleichn Head, gleichschnö griad, is gleich schnö featig.
Jedn Dunasdog um hoiba ans nimmi mein Döla Schbinod und sez mi zum Disch.
Da Lefe tauchd ei in de grosgrine Baz, i schau aufe zum Blafon und owe zum Fuasbon
und brü so laud, dass duach de dinnan Meian dröna muas:
Guadn Apadid!
Oba nia ned kummd a Auntwuart.
 
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