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Reflexionen über eigene Täter-Opfer Erfahrungen
 
 
Fr, 17.05.2013 11:54
 
Am Beginn möchte ich klarstellen, dass ich diesen Blogeintrag als Mittel der Reflexion über eigene Erfahrungen im Umgang mit Konflikten im Bezug auf andere Menschen schreiben möchte . Dabei geht es mir darum auch zu zeigen, daß ich aus heutiger Sicht vieles , was im Rahmen der Auseinandersetzung mit anderen Menschen geschehen ist heute sehr selbstkritisch sehe und dies auch denjenigen Mitmenschen auch ins Gesicht sagen würde, wenn dererseits die Bereitschaft dazu bestünde sozusagen eine Entschuldigung anzunehmen .

Ich möchte mit meinem Tätererfahrungen sprechen. In diesem Zusammenhang möchte auf den Konflikt mt einer ehemals guten Freundin an der Uni sprechen , über die ich in einem Blog mich sehr kritisch äußerte . Den Blog zu Schreiben , war zwar durch das Recht auf freie Meinungsäußerung rechtlich gedeckt. Doch aus heutiger Sicht bin ich zu der Überzeugung gekommen , daß es ein viel höheres Gut im Umgang mit den anderen Menschen gibt als das Recht seine Meinung über jeden virtuell vom Stapel zu lassen. Ich habe mich an den Satz meines Großvaters erinnert , der einmal sagte , dass man dem anderen so behandeln solle, wie man selbst behandelt werden wollte . Diesen Aspekt hatte ich zum damaligen Zeitpunkt vollends mißachtet .
Ich werde hier nicht sagen , wenn ich ad personam konkret meine . Dennoch möchte ich hier zum Ausdruck bringen , dass ich mich gerne persönlich von Angesicht zu Angesicht bei dieser ehemaligen Freundin entschuldigt hätte und ihr auch das was ich als meine nunmehrige Einsicht kundtat , auch in dieser Form verbal zum Ausdruck gebracht hätte.

Diese nunmehrige Einschätzung wuchs bei mir durch die Bereicht über einen 13-jährigen Burschen , der sich aufgrund von persönlichen Beleidigungen, die auf Facebook im Bezug auf seine Person gepostet worden waren und diesen veranlassten , in den Freitod zu gehen . Diese Geschichte hat mich sehr bestürzt und allmählich auch mir mein Unrecht im Bezug auf diese ehemalige Freundin klar gemacht . Die Mutter des 13-Jährigen J. hatte sehr stark den Vorfall moralischer Wert und das Fehlen einen Konfliktkultur beklagt . Ich muss zugeben , wir alle haben es offensichtlich verlernt Konflikte und Vorurteile , ja Feindbilder einmal als solche zu erkennen und dann auch eine neue Kultur des Umgang miteinander zu pflegen .
Umso erstaunlicher war es für mich , dass die Mutter meinte , sie würde heute noch bereit sein denjenigen , die ihren Sohn in den Tod getrieben hätten zu verzeihen , wenn diese in einem Gespräch ihr erklären könnten , warum es ihrerseits überhaupt zu diesen Geschehnissen kam .

In dieser Hinsicht hatte ich damals diese Blogs ich hatte diesen Blog eigentlich nicht in der Absicht geschrieben , sie bewusst zu treffen . ich wollte einfach die Erlebnisse , die ich mit ihr hatte verarbeiten und wie widersprüche aufzeigen . Duch sie habe ich auch andere Menschen kennengelernt , die ich ebenfalls nannte.

Doch dies war aus heutiger Sicht gesehen falsch . Niemand hat das Recht sich zum Richter über andere aufzuspielen . Mit so etwas zerstört man das Vertrauen zueinander .

Ich habe ja selbst als Opfer mein Vertrauen an das Gute und Gerechte in der Welt verloren , als ich während meiner Hauptschulzeit vor über 30 Jahren in meiner Klasse geschlagen und gemobbt wurde . Daher kann ich heute sagen , das diese Erfahrungen sowohl als Täter wie Opfer sehr grausam und schwer zu ertragen sind .

Meine Mitschüler haben nie Einsichtsfähigkeit bewiesen und sich zu keinem Zeitpunkt hierfür entschuldigt . Ich jedoch bitte nun die Menschen , die ich einst gekränkt habe um Verzeihung hierfür . Im Vater Unser heisst : " Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Ich habe daher nun auch beschlossen die Gewalterfahrungen an der Hauptschule nun aufzuarbeiten ,um für mein weiteres Leben Ruhe und Ausgleich mit dieser Geschichte zu finden. Ich werde die Schule besuchen.Viellleicht finde ich so Ruhe.
 
Editiert von sasseg am Fr, 17.05.2013 20:12
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